Download PDF by Wolfgang Wickler: Vergleichende Verhaltensforschung und Phylogenetik

By Wolfgang Wickler

ISBN-10: 3662452650

ISBN-13: 9783662452653

ISBN-10: 3662452669

ISBN-13: 9783662452660

Wie Wolfgang Wickler in seinem kurzen, kompakten und seit seinem erstmaligem Erscheinen im Jahr 1967 immer noch aktuellen Werk zeigt, strebt die vergleichende Verhaltensforschung danach, charakteristische Verhaltensmerkmale und Fähigkeiten von Tieren und Menschen zu beschreiben und zu dokumentieren. Auch heutige Forschung möchte verstehen, warum und wie diese entstanden sind. Einen nach wie vor wichtigen Forschungsschwerpunkt bildet deshalb die Frage nach der evolutionären Herkunft von Formen, Mechanismen und Funktionen der verschiedenen Verhaltensweisen.

Erläutert werden die Methoden der Phylogenetik, mit denen guy die Stammesgeschichte rekonstruieren kann. In erster Linie mithilfe des Homologisierens lassen sich Aussagen für die genetisch-organische wie für die kulturelle Evolution, die Traditionen begründet, treffen.

Der Autor beleuchtet Verhaltensweisen, die „historische Reste“ aus der Stammesgeschichte enthalten und eine Rolle als Evolutions-Schrittmacher spielen. Als soziale Signale unterliegen sie der Semantisierung und der Ritualisation. In wichtigen Funktionskreisen wie Revierverhalten, Paarbindung und altruistischem Verhalten dienen sie der Anpassung an ökologische und soziale Erfordernisse. Dabei entstehen soziale Verhaltenselemente durch Motivationswechsel aus dem Brutpflege- und Sexualverhalten.

Als grundlegendes Werk, das sich zudem durch seinen kompakten Ansatz auszeichnet, gibt Wicklers Buch einen Überblick zum Thema Verhaltensforschung und Stammesgeschichte.

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Man möchte argumentieren, die Locktöne klängen genauso, wenn der pickende Schnabel gar kein Geräusch machte – diese Aussage ist aber nur dann richtig, wenn der die Locktöne in ihrer phylogenetischen Entwicklung leitende Wahrnehmungsapparat der Küken nicht seinerseits eine Anpassung an das Schnabelgeräusch ist. Gerade das jedoch dürfte der Fall sein. Jede Anpassung aber kommt einem Speichern von Informationen gleich. So gesehen, handelt es sich doch um eine, wenn auch indirekte Informationsweitergabe.

Vorkommenden Inkongruenz zwischen Struktur und Leistung eines Organs kann man Rückentwicklungen erkennen (s. Remane 1956), Umspezialisierungen aber nicht ausschließen. Die überwachsenen Augen vom Blindmull sind deutlich als degeneriert erkennbar, doch weiß man nicht, ob sie in dieser Form irgendwelche anderen Funktionen übernommen haben; degeneriert sind sie nur als Sehorgane. Dass solche Degenerationserscheinungen konvergent vorkommen, erkennt man an der bekannten systematischen Zugehörigkeit der Arten zu verschiedenen Tiergruppen.

Diese Unterscheidung ist jedoch nicht mithilfe der für die Gruppenphylogenetik grundlegenden Merkmals- 30 2 Merkmalsvergleiche phylogenetik möglich, weil sich nicht vorhandene Merkmale (und seien es auch nur Untermerkmale an größeren Merkmalseinheiten) eben nicht vergleichen lassen. Eine solche Unterscheidung ist nur auf dem Umweg über eine bereits gesicherte Gruppenphylogenese möglich, wenn man den gemeinsamen Ahnen also aufgrund anderer Merkmalsvergleiche schon kennt. Cain und Harrison (1958) unterscheiden formal die Anwesenheit eines Merkmals mit dem Wert null vom Fehlen des Merkmals; wenn bei den ältesten Titanotherien die an späteren Verwandten ausgebildeten Nasenhörner noch fehlen, so betrachten sie das Horn als Verdickung der immer vorhandenen Nasalia und geben dieser Verdickung den Wert null, werten das Merkmal also als vorhanden, aber unentwickelt.

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Vergleichende Verhaltensforschung und Phylogenetik by Wolfgang Wickler


by Richard
4.3

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