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By Karlheinz Niclauß

ISBN-10: 365802397X

ISBN-13: 9783658023973

ISBN-10: 3658023988

ISBN-13: 9783658023980

Wenn die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler in den Umfragen positiv bewertet werden und bei internationalen Konferenzen eine führende Rolle spielen, wird kaum jemand bestreiten, dass in Deutschland eine Kanzlerdemokratie besteht. Sobald Kanzler oder Kanzlerin auf dem internationalen Parkett an Bedeutung verlieren und mit einer Niederlage bei den bevorstehenden Bundestagswahlen rechnen müssen, wachsen dagegen die Zweifel am Sinn der Bezeichnung „Kanzlerdemokratie“. Ob diese Bezeichnung zutrifft, scheint von der Beurteilung der jeweiligen Regierung in den Medien und von der politischen Einstellung des Betrachters abzuhängen.
Die vorliegende Studie geht einen anderen Weg: Sie begleitet die Bundeskanzler von Konrad Adenauer bis Angela Merkel durch die Höhen und Tiefen ihrer Regierungszeit und untersucht ihre Führungsrolle anhand von fünf Kriterien. Sie verbindet auf diese Weise Zeitgeschichte mit politikwissenschaftlicher examine. Kanzlerdemokratie ist demnach kein Gütesiegel, das dem Amtsinhaber zusteht oder nicht. Ihre Kriterien dienen zur Bewertung der Regierungsführung des erfolgreichen Regierungschefs, aber auch des Kanzlers, dem die Regierungsmacht entgleitet. Die Regierungsgeschichte der Bundesrepublik erscheint dabei in einem neuen Licht.

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372 f. 52 II Konrad Adenauers Kanzlerdemokratie (1949-1963) waren „demokratiepädagogische“ Motive ausschlaggebend, sondern taktische und interessenpolitische Überlegungen. Schumacher unterstützte die Polarisierung der politischen Kräfte, weil sie seinem Prinzip des „Alles oder Nichts“ und seinem Bild vom Klassenkonflikt in Westdeutschland entsprach. Da er vom Misserfolg der bürgerlichen Wirtschaftspolitik überzeugt war, schien ihm die Oppositionsrolle die beste Voraussetzung für einen Sieg bei der ersten Bundestagswahl zu sein41.

September 1953 (2. Bundestag) CDU/CSU SPD FDP /DVP GB /BHE DP KPD BP GVP Zentrum 45,2 28,8 9,5 5,9 3,3 2,2 1,7 1,2 0,8 244 (+ 6) 151 (+ 11) 48 (+ 5) 27 15 2 Bundestagswahl vom 15. September 1957 (3. Bundestag) CDU/CSU SPD FDP GB /BHE DP 50,2 31,8 7,7 4,6 3,4 270 (+ 8) 169 (+ 12) 41 (+ 2) 17 Bundestagswahl vom 17. September 1961 (4. Bundestag) CDU/CSU SPD FDP GDP DFU 45,3 36,2 12,8 2,8 1,9 242 (+ 9) 190 (+ 13) 67 - 2 Wahlen und Koalitionen 1949–1963 41 Die Verlängerung der Ära Adenauer um zwei weitere Jahre ist, wie die Koalitionsverhandlungen zeigten, auf drei Faktoren zurückzuführen: auf die trotz seines Alters überlegene Verhandlungstaktik des Kanzlers, auf das Zögern Erhards und anderer potentieller Kanzlerkandidaten in der Union sowie auf den begrenzten Spielraum der FDP, die nach wie vor nur mit der CDU/CSU koalitionsbereit war.

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Kanzlerdemokratie: Regierungsführung von Konrad Adenauer bis Angela Merkel by Karlheinz Niclauß


by Mark
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